






Black Comics: Vom Kolonialismus zum Black Panther
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Black Comics: Vom Kolonialismus zum Black Panther
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Wiener Straße 20
4481 Asten
Austria
Black Comics – Eine Reise durch Geschichte, Rassismus, Kultur & Superhelden-Power
Die westlichen Demokratien – allen voran Deutschland – beginnen endlich, sich schonungslos mit ihrer kolonialen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Hinter den romantisierten Abenteuergeschichten und der Fassade angeblicher „Zivilisierungsmissionen“ verbirgt sich eine brutale Realität: Raub, Verschleppung, Versklavung und Völkermord.
Und Comics? Sie sind Spiegel ihrer Zeit – mal grausam klischeebehaftet, mal mutig fortschrittlich. Ein extremes Negativbeispiel: Tim im Kongo (1930) von Hergé, in dem der blonde Reporter Seite an Seite mit Missionaren die vermeintlich „unwissenden“ Afrikaner erzieht. Doch schon neun Jahre später geschieht Historisches: Jijé erschafft mit Blondin et Cirage – mitten im von Nazis besetzten Belgien – einen schwarzen Jungen als Titelhelden.
Ironischerweise ist Tim im Kongo im Kongo selbst bis heute ein Bestseller. Das Album löste sogar die Entstehung einer eigenständigen afrikanischen Comic-Kultur aus. Heute stammen rund 50 % aller Comic-Künstlerinnen und -Künstler des gesamten Kontinents aus dem Kongo. Dieses Beispiel zeigt: Die Geschichte von Rassismus im Comic ist komplex und voller Ambivalenzen – Schwarz und Weiß gibt es hier nur auf dem Papier.
In den 1950ern schockt der EC-Verlag die US-Comicwelt, indem er offen den Rassismus in den USA und den Ku-Klux-Klan anprangert. Die 1970er bringen eine Revolution: Jack Kirby & Co. erweitern den Superhelden-Kosmos um afroamerikanische Helden, angeführt vom legendären Black Panther. Der Bürgerrechtskampf hat gewirkt – und nun zeichnen auch immer mehr schwarze Künstler ihre eigenen Helden.
Von Ho Che Anderson bis Kyle Baker, von Martin Luther King bis Nat Turner – Independent-Graphic-Novels setzen der afroamerikanischen Geschichte Denkmäler aus Tusche und Farbe. Heute ist die Comic-Szene von New York bis Kapstadt, von Paris und Brüssel bis Kinshasa, so vielfältig und kraftvoll wie nie zuvor.
Dieses umfangreiche Katalogbuch zur Ausstellung Black Comics geht weit über die Präsentation im Museum hinaus: Es zeigt deutlich mehr Exponate, liefert tiefgehende Analysen, stellt überraschende Zusammenhänge her und hebt verborgene Schätze ans Licht. Dr. Alexander Braun verbindet Fachwissen mit einem unterhaltsamen, eleganten Schreibstil – so wird Geschichte lebendig, relevant und spannend.
Ein Muss für alle, die Comic-Geschichte, Kolonialismus in der Popkultur, Black Superheroes und die weltweite Vielfalt der Neunten Kunst entdecken wollen.
Kein Wunder, dass „Black Comics“ 2025 den PENG-Preis des Münchener Comicfestivals als bestes Sekundärwerk über Comics gewonnen hat.
Die westlichen Demokratien – allen voran Deutschland – beginnen endlich, sich schonungslos mit ihrer kolonialen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Hinter den romantisierten Abenteuergeschichten und der Fassade angeblicher „Zivilisierungsmissionen“ verbirgt sich eine brutale Realität: Raub, Verschleppung, Versklavung und Völkermord.
Und Comics? Sie sind Spiegel ihrer Zeit – mal grausam klischeebehaftet, mal mutig fortschrittlich. Ein extremes Negativbeispiel: Tim im Kongo (1930) von Hergé, in dem der blonde Reporter Seite an Seite mit Missionaren die vermeintlich „unwissenden“ Afrikaner erzieht. Doch schon neun Jahre später geschieht Historisches: Jijé erschafft mit Blondin et Cirage – mitten im von Nazis besetzten Belgien – einen schwarzen Jungen als Titelhelden.
Ironischerweise ist Tim im Kongo im Kongo selbst bis heute ein Bestseller. Das Album löste sogar die Entstehung einer eigenständigen afrikanischen Comic-Kultur aus. Heute stammen rund 50 % aller Comic-Künstlerinnen und -Künstler des gesamten Kontinents aus dem Kongo. Dieses Beispiel zeigt: Die Geschichte von Rassismus im Comic ist komplex und voller Ambivalenzen – Schwarz und Weiß gibt es hier nur auf dem Papier.
In den 1950ern schockt der EC-Verlag die US-Comicwelt, indem er offen den Rassismus in den USA und den Ku-Klux-Klan anprangert. Die 1970er bringen eine Revolution: Jack Kirby & Co. erweitern den Superhelden-Kosmos um afroamerikanische Helden, angeführt vom legendären Black Panther. Der Bürgerrechtskampf hat gewirkt – und nun zeichnen auch immer mehr schwarze Künstler ihre eigenen Helden.
Von Ho Che Anderson bis Kyle Baker, von Martin Luther King bis Nat Turner – Independent-Graphic-Novels setzen der afroamerikanischen Geschichte Denkmäler aus Tusche und Farbe. Heute ist die Comic-Szene von New York bis Kapstadt, von Paris und Brüssel bis Kinshasa, so vielfältig und kraftvoll wie nie zuvor.
Dieses umfangreiche Katalogbuch zur Ausstellung Black Comics geht weit über die Präsentation im Museum hinaus: Es zeigt deutlich mehr Exponate, liefert tiefgehende Analysen, stellt überraschende Zusammenhänge her und hebt verborgene Schätze ans Licht. Dr. Alexander Braun verbindet Fachwissen mit einem unterhaltsamen, eleganten Schreibstil – so wird Geschichte lebendig, relevant und spannend.
Ein Muss für alle, die Comic-Geschichte, Kolonialismus in der Popkultur, Black Superheroes und die weltweite Vielfalt der Neunten Kunst entdecken wollen.
Kein Wunder, dass „Black Comics“ 2025 den PENG-Preis des Münchener Comicfestivals als bestes Sekundärwerk über Comics gewonnen hat.

Black Comics: Vom Kolonialismus zum Black Panther
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